Beitrag · 6. August 2026

So prüfen Sie in 10 Minuten, ob ChatGPT Ihren Betrieb empfiehlt

Eine einfache Anleitung für Inhaber – mit den richtigen Fragen, drei KI-Systemen und einer Tabelle. Ohne Fachwissen, ohne Kosten.

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern eine KI: „Welcher Schreiner in Bad Aibling macht Einbauschränke?“ oder „Guter Steuerberater für Handwerker im Landkreis Rosenheim?“. Die Antwort ist keine Trefferliste, sondern eine Empfehlung mit zwei oder drei Namen.

Ob Ihr Betrieb dabei ist, können Sie selbst prüfen. Es dauert zehn Minuten.

1. Die richtigen Fragen aufschreiben

Notieren Sie drei bis fünf Fragen, die Ihre Kunden tatsächlich stellen würden. Nicht Ihren Firmennamen, sondern das Problem und den Ort:

  • „Wer repariert in Rosenheim Heizungen am Wochenende?“
  • „Empfehlenswerte Zahnarztpraxis in Kolbermoor für Angstpatienten?“
  • „Hotel am Chiemsee mit Tagungsraum für 30 Personen?“

Je konkreter die Frage, desto aussagekräftiger das Ergebnis.

2. Drei Systeme fragen

Stellen Sie jede Frage in:

  1. ChatGPT (chatgpt.com)
  2. Perplexity (perplexity.ai)
  3. Google, und achten Sie dort auf die KI-Übersicht ganz oben

Wichtig: Nutzen Sie ein privates Browserfenster und seien Sie nicht eingeloggt. Sonst kennt die KI Sie womöglich schon und das Ergebnis ist geschönt.

3. Ergebnis in eine Tabelle

Frage ChatGPT Perplexity Google KI
Heizung Wochenende Rosenheim nicht genannt genannt (Platz 2) nicht genannt

Notieren Sie auch, wer stattdessen genannt wird. Das sind Ihre Wettbewerber in der KI-Welt. Oft sind es nicht die, die Sie erwarten.

4. Was die Ergebnisse bedeuten

  • Überall genannt: Glückwunsch. Prüfen Sie in drei Monaten erneut, die Antworten ändern sich.
  • Mal ja, mal nein: Die Grundlagen stimmen, aber die KI ist sich nicht sicher. Meist fehlen klare Angaben zu Leistungen oder Einzugsgebiet.
  • Nirgends genannt: Die KI findet zu wenig Eindeutiges über Sie. Häufige Ursachen sind ein unvollständiges Google-Profil, widersprüchliche Adressen im Netz, wenige Bewertungen oder eine Website, die nicht sagt, was Sie konkret anbieten.

5. Und dann?

Die gute Nachricht: Die meisten Ursachen lassen sich beheben, ohne gleich eine neue Website zu bauen. Wenn Sie wissen möchten, woran es in Ihrem Fall liegt, mache ich den Schnell-Check gern für Sie, kostenlos.

Von Stefan Felder · Über mich

Stefan Felder
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